Die Macht des Naish Mana Air 11‘6“ – Der Produkttest

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Mana bedeutet in der Sprache der Māori „Macht“ im Sinne von spiritueller Energie… ob auch das Naish Mana Air eine Macht ist, soll folgender Artikel klären.

Wir haben das neue 2013er Naish Mana Air nun seit ca. 1.5 Monaten als Testboard und auch als persönliches Tourenboard im Einsatz. Neben unseren Eindrücken konnten wir so auch zahlreiche Feedbacks von Einsteigern und Fortgeschrittenen in diesen Testbericht mit einfliessen lassen.

Anbei unsere Zusammenfassung über dieses wirklich beeindruckende inflatable SUP-Board.

Das blosse Erscheinungsbild weckt bereits grosses Vertrauen. Mana macht seinem Namen alle Ehre und ist mächtig, breit, dick und voluminös…

Das 6-Inch Board liegt mit einer Breite von stattlichen 84 cm und einer Länge von 350 cm selbst bei schwergewichtigen Fahrern stabil und steif im Wasser. Dies bescheinigen uns auch jene Tester, jenseits der 100 Kilo Marke. Das Board hat im Vergleich zum Naish Nalu eine deutlich geringere Aufbiegung, liegt somit fast über die gesamte Länge im Wasser. Und „Länge läuft“ bekanntlich… so zumindest die Theorie… doch später dazu mehr!

Die ersten Bewegungsversuche auf dem griffigen Pad des SUP-Boards sorgen auch gleich für die erste Verblüffung. Noch nie bin ich persönlich auf einem Board gestanden, das derart stabil und gelassen im Wasser liegt. Man fühlt sich gleich auf Anhieb sicher! Auch sämtliche Testpersonen waren sich dieser Bewertung einig. Das Mana ist wirklich ausserordentlich standsicher und steif, es macht auch einen derart robusten Eindruck, dass man geneigt ist von Superlativen zu sprechen!

Doch jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten. Das Gewicht liegt aufgrund des üppigen Materialeinsatzes höher als bei seinen Artgenossen. Dieses Gewicht will natürlich erst einmal bewegt werden. Beim Beschleunigen vom Stand sorgt der gute Gleitkörper jedoch für ein gutes Vorankommen. Anders sieht es natürlich beim Anheben/Transportieren aus… jedoch muss fairerweise gesagt sein, dass das Mana im Gegensatz zu den meisten Hardboards ja immer noch in der „Fliegengewichtsklasse“ kämpft.

In den ersten Paddelschlägen geht’s auch erst einmal rein subjektiv betrachtet relativ „ernüchternd“ voran. Das Naish Mana Air kommt einem beim Paddeln im Vergleich zu einem 12’6er eher etwas behäbig vor… dies ist zum Teil womöglich begründet im breiten, runden Bug der einfach nur schon aus Sicht des Paddlers etwas träger wirkt. Aber dieser Eindruck täuscht ganz gewaltig! Fixiert man den Blick z.B. auf Punkte am Ufer oder zieht man ein anderes Board zum Vergleich heran, dann stellt man fest dass das Mana wirklich überraschend schnell voran geht.

Kann entgegen Ersten subjektiven Eindrücken noch verhältnismässig gut mit einem 12’6er mithalten. Das Naish Mana Air 11’6″. 

Das Mana Air konnte auf unseren zahlreichen Flachwassertouren mit einem annehmbarem Energieaufwand sogar gut mit den 12’6er Touringboards mithalten… ich kenne schmälere und sportlicher-geshapte Probanden die damit deutlich mehr Probleme hatten. Sicher, im direkten Vergleich, wenn man es wirklich drauf anlegt und einen Vorsprung herausfahren möchte, hätte es gegen die längeren und schmäleren 12`6“er Tourer keine Chance… aber wie oft geht man bei Touren wirklich an solche Spitzen? Nein, das Mana macht wirklich sehr viel Spass und Laune in Flachwassertouren!

Bodenständig auch die Agilität. Dort schafft Naish einen sehr guten Kompromiss. Deutlich weniger „zappelig“ wie das Nalu aus gleichem Hause aber wiederum wendiger als z.B. ein Naish One. Paddelwechsel halten sich somit für Touren im Flachwasser im Rahmen. Gleichzeitig steigt der Spass in Fluss und Meer aufgrund grösserer Agilität und Standsicherheit. Mit einer anderen Finne könnte man das ausgeglichene Board aber ohnehin jederzeit noch ein wenig in die eine oder andere Richtung beeinflussen, wenn man dies denn möchte.

Das Naish Mana Air ist auch als Familienboard eine Wucht!

Auch das Wenden in Pivotturn-Manier gestaltet sich äusserst einfach. Hochnäsig hebt sich der Bug extrem weit nach oben und lässt sehr enge turns zu. Hat man sich einmal ein wenig einbalanciert, ist das Board ist fast durch nichts mehr aus der Ruhe zu bringen. Top, so sind auch viele Tricks und Übungen selbst für einen Einsteiger leicht zu erlernen. Und Fortgeschrittene schätzen den enorm weiten Grenzbereich diese Boards.

Wir haben das Mana auch in Flüssen schätzen gelernt. Trotz der Länge ist es angenehm agil, es ist, wenn’s sein muss auch gegen den Strom noch gut zu beschleunigen, ausserdem robust und mit vielen Reserven in der Standsicherheit. Aufgrund des Radius der grossen Mittelfinne bleiben auch kaum Äste oder Pflanzen hängen.

Das Gepäcknetz, die enorme Zuladefähigkeit, die vielen vorbildlichen Befestigungsösen ergeben zusammen mit den Fahrleistungen ein wirklich universelles Tourenboard par exelance!

Das Mana ist DAS Mountainbike unter den SUP Boards. Ein zuverlässiger und leistungsfähiger Kamerad, der fasst alles mitmacht… es schreit geradezu nach Abenteuer!

Aber jetzt genug geschrieben… kommt vorbei und testet das neue Naish Mana Air gratis bei den SUP-Piraten!

Wichtig: Dieser Test ist kein offizieller Produkttest und ersetzt keine Probefahrt durch Dich! Er beruht lediglich auf unseren eigenen Erfahrungen, auf Feedbacks, auf unserer persönlichen Meinung zu diesem Produkt (frei von Sponsoring). Dein Fahrkönnen, Deine Gewohnheiten und Bedürfnisse sind bei der Wahl des passenden Stand Up Paddle Boards unbedingt mit einzubeziehen!

 

Die Macht des Naish Mana Air 11‘6“ – Der Produkttest
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3 KOMMENTARE

    • Hallo
      Inflatable Boards bestehen aus einem speziellem PVC-Material welches ähnlich so auch bei Kajaks zum Einsatz kommt. Es gibt je nach Hersteller und Modell Unterschiede hinsichtlich verwendeter Materialdicke, Dichte und z.B. auch in der Anzahl der Lagen. Spezielle zusätzliche Schichten sorgen zusätzlich für Dichtheit, UV-Beständigkeit, Reserven und Sicherheit. Im Innern kommt in der Regel bei hochwertigen Inflatable Boards das sogenannte Drop-Stich zum Einsatz. Dort wird das Oberdeck mit Hilfe von tausenden kleinen Fäden mit dem Unterdeck verbunden. Dies bringt zusätzlich Steifigkeit und Formstabilität.

      LG
      Andi

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