Testbericht Naish One 12’6 inflatable 2016

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Naish-One-Testbericht

Das Naish One gehört mittlerweile bereits schon fast zu den Urgesteinen im inflatable SUP Bereich und auch zu den Routiniers sportlicher, steifer Touringboards.

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Mit dem One rief Naish damals auch gleichzeitig ein neues Raceformat ins Leben. Die Idee dahinter war, SUP-Rennen für jedermann zugänglich zu machen. Mit der sogenannten „ONE design“ Klasse konnten ab diesem Zeitpunkt auch Fahrer mit geringerem Budget und beschränkten Transportmöglichkeiten Rennen bestreiten. Das Konzept ging (und geht auch heute noch) auf – auf diesem Board wurden zahlreiche NiSCO Races absolviert und es entwickelte sich zu einem der meist-verkauftesten Inflatables überhaupt.

Die letzten Jahre konnte das (kaum veränderte) SUP Board auch im Shop der Sup-Piraten in allen Belangen überzeugen, beglückte zahlreiche Kunden mit seinem sportlichen, universellen Fahreigenschaften. Nun ist es für uns aber an der Zeit den aktuellen Shape nochmals einen Test unter Berücksichtigung eines weiter fortgeschrittenen Entwicklungsstandes der Branche und unseren Erfahrungen zu unterziehen.

Ist das Naish One nun ein Überbleibsel aus der Dinosaurierzeit oder immer noch ein aktueller Masstab in Sachen Touringboard? Wir möchten dieser Frage zu einer eindeutigen Antwort verhelfen!


Und los geht’s…

Stellt man das aktuelle 2016er Naish One Testboard mit seinem Vorgänger aus 2014 gegenüber so fällt uns auf den Ersten Blick eigentlich nur ein Unterschied auf. Die Nose. Unser 2 Jahre altes Vergleichsmodell verfügte noch über eine etwas flachere Nase welche nun beim aktuellen Modell scheinbar einen Tick weiter angehoben wurde.

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Das Naish Board ist gut und sauber verarbeitet. Die Form des Shapes wirkt sehr schnittig & sportlich. Der Pfeilschnelle Look und das Naish typische Design setzen optisch (zumindest unserer Meinung nach) immer noch Massstäbe.

Das Fusspad mit Diamond-Cut sorgt für ein komfortables Stehen und Grip. Das linierte Fusspad in der Mitte ist noch etwas komfortabler. Unserer Meinung nach würde es sich auch durchaus gut an den Standflächen machen…

Uns, und auch ganz besonders unsere ach so durstigen Kameraden erfreut das grosse Gepäcknetz.

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Das Gewicht liegt etwa im Mittelfeld im Vergleich mit anderen Marken. Nicht extrem leicht aber auch kein Schwergewicht. Dafür robust uns steif! Dazu später jedoch mehr…

Beim Blick unter die Gürtellinie fällt sofort der Naish-eigene Steckfinnenstandard auf. Der Vorteil dieses Systems ist die überaus schnelle, unkomplizierte Montage der Finne, welche man sich allerdings durch den Nachteil einer nur sehr beschränkte Auswahl an Wechselfinnen erkauft. Während die meisten anderen Marken auf den US-Box Standard setzen, hält Naish auch bei den neuen Modellen beharrlich am Steckfinnenstandard fest. Kürzlich überraschte uns übrigens auch Mistral, die bei einigen ganz neuen Modellen ebenfalls auf das (eigentlich fast schon Tot-geglaubte) Steckfinnensystem setzen. Auch wenn nur relativ wenige Leute Finnen tauschen, persönlich macht für mich das US-Box Finnensystem mehr Sinn, da einfach variabler.

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Gute, lange Touringfinne im Steckfinnenstandard

Die Pumpe, damals bereits ein Ärgernis hat sich quasi bis auf die etwas robusteren Schläuche kaum geändert. Dort hätten wir uns eine hochwertige, dem Kaufpreis angemessenere Pumpe gewünscht. Doppelhub, integrierter Manometer und ergonomischer Handgriff sucht man bei der Naish-Pumpe leider vergebens. Hier lohnt sich evtl. ein Upgrade, wie es viele Händler bieten.

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Die Pumpe ist zweckmässig und im Druckbereich relativ leichtgängig. Es ginge aber auch hochwertiger…

Der Rucksack ist bei den neuen Modellen robuster und komfortabler zu tragen. Die Befüllung und das Herausziehen des Boards von oben ist allerdings hakelig. Damit das Board sich beim herausziehen sich nicht aufrollt und blockiert, empfehlen wir das gerollte Board mittels Riemen zu sichern. (Grosse) Rollen am Rucksack würden den Transport noch erleichtern.

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Mittels elektrischem Helferlein pumpen wir das Naish One Board auf die empfohlenen 1 Bar auf. Im darauf folgenden Steifigkeitscheck gibt sich das One keine Blösse. Schön steif, auch im Vergleich zu jüngeren Modellversionen anderer Hersteller weiss Naish’s One zu bestehen. Grandios!

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So steif muss ein Board sein! Im Gegensatz zu den Steifigkeitswerten kürzlich getesteter No-Name Boards, welche sich trotz 6inch Dicke quasi Bananenförmig durchbogen.

 


Doch nun genug zu Äusserlichkeiten…. nun geht es an den Charakter.

Naish-One-Erfahrungsbericht

Und dieser ist alt bekannt. Auf dem Wasser ist das Naish One ein Touringboard par excellence. Es ist erstaunlich wie sicher man steht. Das Board macht optisch eigentlich einen schmäleren, wackeligeren Eindruck. Doch in der Mitte ist es schön bauchig und sorgt so selbst bei leichtem seitlichem Abkippen für genügend Sicherheit.

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Beim schnellem anpaddeln bleibt das Wasser brav unter der leicht angehobenen Nase. Es zieht sauber seine Linie. Mal auf Geschwindigkeit gebracht, lässt sich diese auch sehr gut halten.

Man braucht etwas Nachdruck um das Board zu drehen. Trotz schmalem Heck kann man beim Pivot-Turn sogar weit hinten sicher stehen.

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Das Naish One ist ein sehr ausgewogenes Board. Einen Tick sportlicher als das kürzlich getestete Fanatic Ray Air Premium aber niemals zu kippanfällig.

Wir setzten das Board in der Vergangenheit auch gerne bei Touren im Meer ein. Das lange Inflatable macht sogar auch beim Downwinden Spass. Die angehobene Schnauze macht es in kleineren Wellen etwas leichter die Oberhand zu behalten.

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Einsteiger fühlen sich relativ schnell wohl. Fortgeschrittene schätzen das Board auch bei langen Touren. In der Mitte sehr kippstabil, einen kleinen Schritt weiter hinten wiederum sportlicher im Handling…. es fühlt sich so fasst nach 2 Boards in einem an. Für sportliche Fahrer jedoch dürfte der Shape insgesamt gerne noch etwas schmäler ausfallen.

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Unser Fazit: Das Naish One gehört noch lange nicht zum alten Eisen. Es gehört immer noch zu einem der besten Inflatable Touring Boards am Markt. Die Grössten Stärken des One sind seine genial-ausgewogenen Fahreigenschaften in praktisch allen Gewässern. Wer sich weder als extreme Sportkanone noch als Balancetrottel sieht, der dürfte mit diesem Hawaiianischen Pfeil theoretisch glücklich werden. Ob das auch praktisch so ist… ja das könnt ihr selbst rausfinden, indem ihr das Board auf Herz und Nieren testet und vergleicht.

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–> Das Naish One Board ist u.a. über den Sup-Piraten Shop zu beziehen und zu testen.

Euer Standup-Pages Team

*Wichtig: Dieser Test ist kein offizieller Produkttest und ersetzt keine Probefahrt durch Dich! Er beruht lediglich auf meinen eigenen Erfahrungen, auf meiner persönlichen Meinung zu diesem Produkt (frei von Sponsoring). Dein Fahrkönnen, Deine Gewohnheiten und Bedürfnisse sind bei der Wahl des passenden Stand Up Paddle Boards unbedingt mit einzubeziehen.