Testbericht – Das Fanatic Falcon Air 2019 – Falkenjagd

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Der Falke von Fanantic begleitet uns schon seit vielen Jahren. Das Board war in der Vergangenheit in der beliebtesten Ausführung 12’6 x 29 quasi der Inbegriff eines sportlichen Touringboards. Wir haben das aktuelle 2019er Modell (baugleich mit 2018) für euch am Bodensee unter die Füsse genommen. Ob der rote Falke auch zur Tourenjagd taugt, das erfahrt ihr JETZT!

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Daten und Prüfstand

Die Angaben der Hersteller weichen manchmal von der Realität stark ab. Wir messen wo möglich selbst für euch nach, checken den Inhalt und gehen den Marketingversprechen auf den Grund.

Modell / Jahrgang: Fanatic Falcon Air / 2019
Ausführung: 12’6 x 29
Daten (nachgemessen):
Effektive Länge: 379 cm
Effektive Breite: 73.8 cm
Effektive Dicke: 15 cm
Gepäcknetz: 36 cm x 55 cm
Finnekasten Länge: 21,5 US-Box
Gewicht Board (ohne Finne) 11.1 kg
Finnenhöhe (effektiv, ohne Schlitten): 20 cm
Volumen (lt. Hersteller) 300 l
Material (lt. Hersteller):
Lagen: PVC Doppellagig
Drop-Stich Cross Drop-Stich
Weiteres: Silikon Rails am Unterboden, Fusion Technologie
Fusspad: EVA Diamond Cut
Weiteres:
Applikationen: Abschleppöse unten, Leash Öse hinten, Ventil hinten, Handgriff, Gepäcknetz
Zubehör: Doppelhubpumpe, Rucksack mit Rollen, Honeycomb Finne, Schnellspanner, Repair-Patches
Weitere Bemerkungen:

 

Steifigkeitstest:

Seht selbst – denn Bilder sagen oft mehr als Worte.

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Board ohne Belastung
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Belastung: 80 Kilo Kampfgewicht, Abstand Böcke = 2 m, 1 Bar Druck

Der Falke gehört zu den straffen Vögeln. Bocksteif bei einem Bar Druck. So muss es sein. Bei kleinen Sprüngen flext das Material nicht zu stark nach, verwindet sich auch beim drehen des Bugs nur wenig.

Unser Tipp – wähle „steif in ALLE Richtungen“:  Die messbare, waagrechte Steifigkeit ist wichtig aber das alleine sagt noch nichts über die Gesamtsteifigkeit aus. Denn ebenso wichtig ist die Torsionssteifigkeit und das generelle Flexverhalten. Speziell bezüglich den beiden letzten Punkten sollte man bei allzu kernigen Marketingaussagen & Massnahmen aufpassen. Nicht jede Massnahme, wie manch trendige Carbon Verstärkung bringt immer den gepriesenen Effekt & man erkauft sich das u.U. mit grösserem Rüstaufwand, höherem Gewicht bzw. schlechterem Handling beim zusammenlegen. Bei manchen Boards wird das Material nur punktuell in eine Richtung versteift & es kommt des Gewichtes wegen relativ dünnes, wenig steifes Grundmaterial zum Einsatz. Der Effekt, die Boards weisen zwar eine gute waagrechte Steifigkeit auf, haben aber eine geringe Torsionssteifigkeit & kämpfen mit starkem Eigenleben des Shapes. Unserer Meinung nach gilt der Fokus deshalb nicht den schick-klingenden Versteifungsmassnahmen, sondern dem Grundmaterial. Mit einem ehrlichen doppelwandigen Board, mit dichten Drop-Stich & ordentlichen Wandstärken fährt man in punkto Fahreigenschaften & Langlebigkeit unserer Erfahrung nach am besten.

 

Erster Eindruck / Verarbeitung:

Spitzer, schmaler Shape, parallele Rails, eine leichte Aufbiegung… Fanatic weiss wie ein sportlicher Touringshape konstruiert werden muss. Der Falcon Shape hat sich auch bei früheren Versionen bereits bestens bewährt.

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Wie von Fanatic gewohnt, ist die Verarbeitung über jeden Zweifel erhaben. Die Nähte sind sauber verklebt. Das Fusspad ist an den Enden aber sehr kantig, weichere Kanten würden es langfristig noch weniger anfällig gegen Ablösen machen. Das weisse Fusspad ist schön aber leider sehr anfällig gegen Schmutz. Positiv ist das grosse Gepäcknetz. Weniger gefallen haben uns dagegen die Textilschlaufen an den Ösen. Metallösen wären noch wertiger und haltbarer.

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Des weiteren gefällt uns der komfortable, stabile Handgriff und der hochwertige Rucksack mit grossen Rollen.

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Aber ob eine Abschleppöse an der unteren Gleitfläche wirklich sein muss? Auch wenn der Einfluss was die Gleiteigenschaften betrifft wohl eher gering ist, wir sehen das skeptisch… Unserer Meinung nach gehört die bei einem so sportlichen Board oben auf den Shape.

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Der komfortable Handgriff ist leider nicht ganz ausgemittet. Praktisch sind die Fold-Here Aufkleber.

Sehr positiv ist die hochwertige Honeycomb Finne und der äusserst robuste Roll-Rucksack. Gespannt sind wir auch auf den Einfluss der aufgeklebten Kanten am Heck. Für ein Double-Layer ist das Board wirklich angenehm leicht. Aber (wie so oft auch bei anderen Marken) schwerer als angepriessen.

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Die aufgeklebten Kanten haben sich in der Vorsaison bereits als sehr haltbar erwiesen

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Im Wasser

Im Wasser gefällt uns der rote Falke auch gleich durch sein sehr gutes Anpaddel-Verhalten. Es geht gleich von Beginn an noch zügiger vorwärts als das schon leichtgleitende Ray Air Premium aus gleichem Hause. Der Shape saugt sich auch nicht ganz so fest am Wasser wie das z.B. oft bei flacheren Touringshapes der Fall ist.

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Nur ein paar effiziente Paddelschläge und das Board ist auf Geschwindigkeit gebracht und diese lässt sich auch gut halten.

Es bleibt auch bei langsamer Fahrt noch relativ stabil, fühlte sich unserer Meinung nach für eine solche Breite in keiner Situation (im flachen Wasser) zu wackelig an.

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Etwas anders sieht es dann in Wellen aus. Der im Vergleich zum (breiteren) Bruder Ray Air schmälere Shape erfordert selbstverständlich etwas mehr Übung und Balancegefühl. Kleinere Wellen nimmt das Fanatic Falcon Air vorne durch die leicht aufgeschwungene Nose mit Bravour. Das nach hinten Gehen erfolgt im Vergleich zu einem Ray Air natürlich entsprechend vorsichtiger. Das Heck mit aufgeklebten Kanten ist hinten erlaubt einen Tick mehr Druck hinten als beim Vorgängermodell. Es ist hinten zudem noch breit genug und gibt dem Board genügend Reststabilität beim Pivot-Turn Manöver.

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Lange Strecken liebt das Falcon Air ganz besonders. Denn dort spielt es seinen guten Geradeauslauf und seine Gleiteigenschaften voll aus. Bei schnellen, effizienten Schlägen bleibt es stabil, schwänzelt vorne in keiner Situation.

Unser Fazit:

Das 2019er Fanatic Falcon Air ist wie auch seine Vorgänger eine Wucht! Der Falke eignet sich in der 12’6 x 29 Version hervorragend für sportlich- ambitionierte Tourenfahrer oder/und für Leute die gerne effiziente Workouts auf dem Wasser machen möchten. Es bietet aber durchaus noch genügend Reserven um ambitionierte Einsteiger mit ein wenig Übung langfristig glücklich zu machen.

Die schlauen Köpfe kaufen das Board beim spezialisierten Fachhändler. Dort könnt ihr auch das Material i.d.R. testen und profitiert von guten Sets, Top-Beratung, aktuellsten Serien und im Falle eines Falles von professionellen Reparaturen & schnellen Garantieabwicklungen. Bei den SUP-Piraten gibt’s das Board zum Top-Setangebot inkl. high-end Carbon Paddel, gratis Testmöglichkeit bei meist sofortiger Verfügbarkeit.

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Kurzes Video zum Test:

*Wichtig: Dieser Test ist kein offizieller Produkttest und ersetzt keine Probefahrt durch Dich! Er beruht lediglich auf eigenen Erfahrungen, auf persönlichen Meinungen zu diesem Produkt (frei von Sponsoring). Dein Fahrkönnen, Deine Gewohnheiten und Bedürfnisse sind bei der Wahl des passenden Stand Up Paddle Boards unbedingt mit einzubeziehen!

Und anbei noch ein paar Impressionen vom Boardtest:

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