Kajuna Flat-Ray 12’6 – DAS Touring-iSUP im Test

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  1. Robustheit & Haltbarkeit
  2. Schnelles vorankommen, vor allem im Flachwasser
  3. Steifigkeit
  4. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis
  5. Niedriges Gewicht

Das ist nichts geringeres als das hierarchisch geordnete Anforderungsprofil an ein inflatable SUP-Board im Auge vieler unserer Kunden – die gerne sportlicher & Flachwasserlastiger unterwegs sein möchten. Und genau dieses Profil beherbergt die Wurzeln unseres neuen, langen Pflänzchens – dem Kajuna Flat-Ray 12’6

Wurden dem letztjährigen Überflieger (den es auch dieses Jahr wieder gibt), Kajuna X-Flow schon sehr gute Flachwassergehne attestiert, so sollte das neue Flat-Ray nun noch kompromissloser daherkommen. Noch sportlicher, noch schneller. Der folgende Bericht soll nun aufzeigen wie gut sich das Flat-Ray im Test schlägt, für wen es sich eignet und für wen eher weniger!


Wir schnappen uns einen von den hunderten Kajuna Kartons aus dem überfüllten Lager. Neugierig öffnen wir den Rucksack und rollen den flachen Rochen vor uns aus. Was für ein imposanter Anblick – noch viel schöner und perfekter als unser handgeschnitzter Prototyp.

Es ist als würde der Rochen zappeln… ächzen, sich nach Luft und Wasser winden. Wir erlösen ihn fürs Erste – geben ihm 1.5 Bar der gesunden Ägeritaler-Luft. Und siehe da – der Shape wird extrem steif und formt sich schön aus. Genauso wie es sein soll!

Im Steifigkeitscheck weiss das rassige Touringboard auch gleich voll zu überzeugen. Schaut am besten selbst oder noch besser, testet es selbst aus… die Steifigkeit ist schlichtweg überragend.

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WIE EIN BRETT – Überragende Steifigkeitswerte auch bei 85 kg Kampfgewicht

Ach ja…. vor lauter Neugierde haben wir vergessen zu erwähnen das es sich hierbei um das Kajuna Flat-Ray „LE“ handelt. Also der etwas hochwertiger ausgestatteten Version des (ansonsten selben) Brettes in limitierter Auflage. Hochwertiger ausgestattet soll heissen:

Der Kajuna Flat-Ray Shape:

  • Inklusive dem praktischen Kajuna SUPCase Roll & Rucksack
  • Inklusive einer Standart Finne + der hochwertigen, grossflächigeren Kajuna Mr. Slide TouringStyle Finne
  • Inklusive Paddelhalter, einem Ventil mit Verhüterli und der wohl derzeit besten SUP Doppelhub-Pumpe.
Kajuna-Flat-Ray-Package
Das Kajuna Flat-Ray LE kommt mit der Premium Ausstattung

Die Verarbeitung ist sehr schön. Das aufwändige Fusspad besteht genau aus sage & schreibe 10 einzelnen Komponenten. Es ist dabei so gut wie kein Spalt zu erkennen. Die Seitennähte und Applikationen sind ordentlich verklebt, die Spitze und das Heck schön ausgeformt.

Kajuna-Flat-Ray-inflatable-SUP-Test
Sehr komfortables, glattes Fusspad an der Standposition. Hinten Diamond-Cut für optimalen Grip

Speed Coating – Ein neuer, innovativer Unterboden

Der im Orange-Gold schimmernde Unterboden ist optisch eine Wucht und eine funktionelle Innovation zugleich, man spürt es bereits man berühren… extrem glatt und fest…

Kajuna-Flat-Ray-inflatable-paddle-board-testbericht

Kajuna benutzt dafür ein ganz eigenständiges Material. Genannt wird es „Speed-Coating“ – keine Beschichtung an sich, sondern ein extrem glattes und stabiles 2th-Layer Aussenmaterial welches sich bereits in anderen Anwendungen, wo es auf extreme Robustheit und niedrige Reibung ankommt bewährt hat. Bisher ein Unikum im iSUP Sektor!

Kajuna-Flat-Ray-inflatable-SUP-Erfahrungen
Aalglatter, schneller Unterboden ohne Ösen oder Blasen

Speed-Coating ist am Unterboden so glatt und flutschig das man in Verbindung mit Wasser sofort herunterrutschen würde. Ein Grund wieso Kajuna natürlich nur den Unterboden damit ausstattet. Aber auch in Sachen Festigkeit, Gewicht und Eigensteifigkeit soll das Material Punkten können. Erste Tests & Versuche haben uns bereits im Vorfeld von den Qualitäten überzeugt, wir warten nun gespannt auf den Praxistest.

aufblasbares-Paddle-board

Der 12’6er Shape entspricht mit seiner Breite von 29″ in etwa dem Durchschnittsmass für sportliche Touring Boards. Von der Seite betrachtet erkennt man die leicht nach oben gezogene Nase. Diese soll, auch wenn das Wasser mal etwas schaukeliger & welliger wird einen sofortigen Einstich verhindern und sanfter darüber hinweggleiten. Der ganz leichte Kick hinten soll u.a. beim Downwinden hilfreich sein.

Kajuna-Flat-Ray-inflatable-SUP-Bericht
Das Kajuna kommt mit dem Original AIR7 US-Box Finnenkasten – nicht günstig aber dafür geringe Fertigungstolleranzen und maximale Variabilität

Das Zigzack-Gepäcknetz mit stabilen Metallösen ist schön gross und kann bei Bedarf auch verkleinert werden. Dazu benutzt man quasi nur die 4 blauen Ösen und schon hat man ein Standart-Gepäcknetz.

Kajuna-Flat-Ray-inflatable-SUP-Testbericht
Die blauen Ösen entsprechen dem Standartgepäcknetz – die weissen schenken dem edlen Touringboard noch 30% mehr Verstaufläche.

Anstelle von Ösen besitzt das Flat-Ray vorne und hinten komfortable Griffe. Perfekt zum Tragen zu zweit, zum hochziehen oder herausheben aus dem Wasser. Im hinteren Griff integriert ist die Metallöse für die Leash. Auf eine Abschleppöse unter dem Bug des Boards wurde zugunsten der Gleiteigenschaften konsequenterweise verzichtet. Bei Bedarf kann man diese aber problemlos nachrüsten.

Kajuna-Flat-Ray-inflatable-SUP-Review

Nun geht’s an unseren Wassereinstieg. Die wenigen Meter dorthin fällt das, für ein „echtes“ Doppelwandiges Board geringe Gewicht auf. Apropos Gewicht: Leichte Boards liegen voll im Trend. Doch unserer Erfahrung nach werden Robustheit und vor allem auch Steifigkeit von Kunden höher bewertet. Leichtbau versus Stabilität – beides beisst sich leider ein wenig – unserer Meinung nach muss ein guter Kompromiss gewählt werden. Und den wählte Kajuna indem sie auf den haltbarsten, dichtesten Mirasol Drop-Stich Innenkern und der hochwertigen PVC „full“ Double Layer Hülle setzten. Der robuste Speed-Coating Unterboden passt hier auch hervorragend ins Konzept.

Kajuna-Flat-Ray-inflatable-SUP-Rezensionen
Komfortabler, breiter Handgriff welcher zugleich Paddelhalter ist

So aber nun ins Wasser mit dem Rochen!

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Das Board gleitet hervorragend an. Obwohl wir heute im Kanal etwas Gegenströmung haben lässt es sich gut Beschleunigen und hält sauber seine Spur. Im See vorne geht’s dann ans eingemachte. Selbst druckvolles Paddeln bringt es nicht aus der Ruhe. Kein hin- und herschwanzeln, kein ständiges korrigieren. Der Shape liegt schön flach im Wasser, kein auffälliges klatschen und spritzen an der Nose… das Wasserbild vorne und hinten am Board sieht harmonisch aus. Der gute Geradeauslauf ist sicher auch ein Verdienst der grossflächigen Finne. Aber auch mit der separat getesteten Standard-Finne zeigt sich das Board von der spurtreuen Seite.

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Der Stand auf dem Board ist sportlich aber sicher. Auch bei schrägerer Lage neigt es nicht sofort zum wegkippen.

Anders sieht es aus sobald man ein paar Schritte nach hinten geht. Das Board streckt überaus willig seine Nase nach oben und wird agiler. Während man die optimale Position sucht, spürt man bereits die überragende Steifigkeit des Boards. Da bewegt sich kaum was. Selbst mit erhobener Nase ist kein übermässiges Nachwippen spürbar. Weiter hinten wird es aufgrund des relativ Spitz-Zulaufenden Hecks sehr agil aber auch etwas anspruchsvoller.

Kajuna-Flat-Ray-Test

Sehr angenehm ist übrigens das EVA-Deckpad. An der Haupt-Standposition angenehm glatt, flauschig und bietet dennoch genügend Grip. Geht man weiter nach hinten dann bietet das Diamond-Cut Pad noch mehr Halt auch bei grösseren Schräglagen. Der blaue Pad-Bereich ganz hinten markiert die optimale Zone für den Pivot-Turn.

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Das Kajuna Flat-Ray liefert auch bei leichtem Krabbelwasser ein sehr ausgewogenes Bild ab. Nicht zu giftig und wackelig aber durchaus anspruchsvoll. Es reagiert schnell auf Gewichtsverlagerung. In den Rügen-Ferien machte es auch einen riesigen Spass damit am Meerufer entlang zu fahren. Die leicht nach oben gezogene Nose verhinderte so manchen Einstich.

Am liebsten aber ist das Kajuna Flat-Ray im Flachwasser zuhause. Dort spielt es sein Potenzial am besten aus. Egal ob lange ausgedehnte Touren, Abenteuer, Familienspass oder Workouts… das Kajuna dürfte alle begeistern die ein schnelles, steifes & sportliches Board suchen. Auch Einsteiger kommen nach etwas Übung schnell damit klar. Das Kajuna reit sich ohne Übertreibung zu den steifsten und schnellsten Boards seiner Klasse ein!

SUPer mit weniger sportlichen Ambitionen, SUPer die gerne agilere & kürzere Boards fahren für die hat Kajuna z.B. das bewährte X-Flow im Stall. In diesem Jahr übrigens auch mit dem schnellen, robusten Speed-Coating Unterboden.

Kajuna bietet die beiden Boards wie gewohnt zu einem fast unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis an. Nicht billig aber jeden Franken wert!

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Jetzt bist Du an der Reihe! Teste die neue Rakete aus – teste und vergleiche auch andere Boards miteinander! Denn nur dann spürst Du die jeweiligen Unterschiede und findest Dein optimales Board für Dich!

Zu betrachten, testen und kaufen gibt es das neue Kajuna Flat-Ray in 2 Unterschiedlichen Versionen (Ausstattungsversionen) —> exklusiv hier bei den SUP-Piraten

Dein Standup-Pages Team

 

*Wichtig: Dieser Test ist kein offizieller Produkttest und ersetzt keine Probefahrt durch Dich! Er beruht lediglich auf meinen eigenen Erfahrungen, auf meiner persönlichen Meinung zu diesem Produkt (frei von Sponsoring). Dein Fahrkönnen, Deine Gewohnheiten und Bedürfnisse sind bei der Wahl des passenden Stand Up Paddle Boards unbedingt mit einzubeziehen!

Anbei noch ein paar Impressionen vom Test: